|
Wie schon auf meiner alten Seite, werde ich auch hier Künstler und ihre Werke vorstellen. Da ich mich stets beim Schreiben von Musik begleiten lasse, möchte ich auch meinen Gästen regelmäßig meinen Eindruck von ihr vermitteln.
Heute dreht es sich um die aktuelle CD einer Künstlerin des deutschsprachigen Chansons, die schon längst kein Geheinmtip mehr ist.
|
 |
Melodien helfen Texte enstehen zu lassen
|
|
|
Zuletzt war an dieser Stelle meine Rezension zu Klaus Hoffmanns "Spirit" zu lesen. Es ist sicher auch nur Zufall, dass Kitty Hoffs und Klaus Hoffmanns Namen die gleichen Initialen prägen. Auch haben sich beide dem Chanson verschrieben, allerdings auf unterschiedliche Weise. Wo Klaus Hoffmann ab und an melancholisch oder nachdenklich stimmt, wartet Kitty Hoff meist beschwingter auf. Es ist das dritte Album der Künstlerin, und es fällt schwer zu sagen, welches nun das Beste ist. Wenn ich es mir recht überlege, ist "Zuhause" Kitty Hoffs drittes "Best Of" Album. Sie hat ihre Band Forêt Noire etwas umgestaltet, was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut. Die sanfte, gut ausgebildete Stimme präsentiert durchweg fließenden Melodien ohne zu kommerziell zu werden. Egal, ob sich eine "Frau Auf Der Brücke" Gedanken macht, wir mit Kitty unter dem Dach des Circuszeltes "Sehr Weit Oben" schweben oder uns aus "Mahagoni" das neues Fundament für eine nicht mehr ganz frische Beziehung zimmern lassen, ist es meist eingängiger Chanson. "Papierkram" beschwingt durch südamerikanische Rhythmen und Jazz versucht "Bad Mood" zu vertreiben. Bis auf die Instrumentalstücke "Près De Moi" und "En Planant-Près De Moi", stammt alles aus der Feder von Kitty Hoff, sämtliche Texte ohnehin. Das erste Mal sind auf "Zuhause" mit "Riesenräder" und "Ort Im Grün" mit der Unterstützung von Coralie Clément und Joachim Jannin zwei gelungene Duette entstanden. Kitty Hoff singt nicht nur, sondern meistert auch die Singende Säge und haucht auf der Melodica der "Pension Fuchs" schwungvoll Leben ein. Über das, was den gesprochenen Mann im "Weißen Anzug" bewegt, mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen. "Zuhause" ist mal wieder ein rundum gelungenes Werk von Kitty Hoff, dass man sich so schnell gar nicht leid hören mag und auf weitere, geschmackvolle Zugaben hoffen lässt. Übrigens, wer die Möglichkeit hat, ein Konzert von Kitty Hoff & Forêt Noire zu besuchen, sollte sich das nicht entgehen lassen. Ich selbst werde das in diesem Urlaub am Bodensee tun.
|
|